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| Im Reiche des s. Löwen III |
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Ein Bluträcher
»Hier nimm meine Hand. Es ist die Hand des ärgsten Feindes, den es für dich giebt. Du zwingst mich, auf die Blutrache gegen die Kalhuran und Dschamikun zu verzichten. Aber ich entsage nicht; ich werfe sie auf dich. Nimmst du sie an?«
Er stand vor mir wie einer, der sich kaum mehr zu beherrschen vermag. Ich ergriff seine Hand und antwortete:
»Ja. Ich nehme sie an.«
»Du weißt also, daß ich der Bluträcher gegen dich bin?«
»Ja.«
»So sei von dieser Stunde an gesegnet von allen Teufeln, die in des obersten Scheitan tiefster Hölle wohnen. Du entgehst mir nicht!«
»Und du sei geleitet und geführt von den Engeln der Selbsterkenntnis und der göttlichen Barmherzigkeit. Der, welcher über allen Menschen steht, der steht auch über dir. Wehre dich, so viel du willst, ihm entgehst du nicht!«
»Hund!«
»Mensch!«
»Ich speie aus vor dir. Lecke es auf! Wenn nicht jetzt, so dann später. Ich werde dich dazu zwingen!«
Er spuckte vor mir nieder, warf mir die geballte Faust entgegen, drehte sich um und ging. Ich hatte Hafis Aram, den Scheik der Kalhuran, und sein Weib von der Blutrache erlöst. Dafür aber war ich ihr nun selbst verfallen. Diesen letzteren Umstand aber durften die Dschamikun nicht erfahren. Wer wahrhaft dankbar ist, wird nie vom Danke sprechen! - - -
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