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| Im Reiche des s. Löwen III |
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In Basra
unausgesetzt zwischen dem Orient und dem Occident herüber und hinüber und knickte bei jedem Schritte zusammen, als ob er zehn übermäßige Kamellasten auf dem Rücken trage. Wie ich mit ihm die vielen Sprossen hinaufgekommen bin, das kann ich dir gar nicht sagen. Endlich oben angekommen, setzte er sich gleich nieder und wollte schlafen; er hatte alles, auch den Brief, vollständig vergessen, und ich mußte sehr lange in ihn hineinsprechen, ehe er sich besann, in welcher Absicht wir so mühsam heraufgeklettert waren.«
»Wie war der Raum beschaffen?«
»Er war so lang und breit wie das an vielen Stellen offene Rohrdach, aber so niedrig, daß man nicht aufrecht stehen konnte. Es lag da überall altes, wertloses Gerümpel herum, für welches ich nicht einen einzigen Piaster geboten hätte. Der Brief war in einen Lappen eingeschlagen und steckte in einer Ritze der Wand.«
»War diese Ritze groß?«
»Nein.«
»Steckte er allein darin?«
»Ja.«
»So bildete sie kein Sammelversteck und war bestimmt, nur ihn zu verbergen. Es ist mir das ein Beweis, daß es da oben überhaupt keine heimliche Stelle giebt, welche dem Sillan als Aufbewahrungsstätte dient. Es wird also wohl so sein, daß dem Kahwedschi nur zuweilen ein Brief zur Uebergabe an den Boten anvertraut wird. Wäre ein geheimes und regelmäßig benutztes Versteck vorhanden, so hätte der Wirt den Brief dahinein und nicht in die Wandritze gethan. Was hat er gesagt, als er dir ihn gab?«
»Auch wieder allerlei unverständliches Zeug. Als
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